
Willy Jost 1951. Fotograf im Nebenberuf. Autodidakt seit 1968.
Seit 20 Jahren ist er ausschliesslich als Natur und Kunstfotograf tätig. Sehr wichtig für seine fotografische Tätigkeit ist ihm die Schulung des Auges und beste Kenntnisse der Natur.
Sein Blick sucht keine Wahrzeichen in der Natur, vielmehr das, was sie wahrhaftig hervorbringt. Ja, es ist nicht übertrieben zu sagen, dass sich Willy Jost der Landschaft aussetzt, in sie eintaucht – lautlos, wie sie selbst – um diese Stille, diese Atmosphäre fotografisch sichtbar zu machen.
Seine Kamera sucht gleichermassen Distanz zur Nähe, wie Nähe zur Distanz, wobei er nicht aus dem Augenblick heraus, sondern in den Augenblick hin lebt. Ohne dabei der Wirklichkeit eine Maske aufzusetzen, das heisst, ohne Retouchen oder technische Hilfsmittel entstehen seine Fotografien aus der “unmittelbaren Beobachtung”, einer geduldigen wie auch kühnen, einer zarten wie auch eigenwilligen Beobachtung. Und dabei entstehen “Urzellen und -formen”, Bildgeschehnisse und -welten, welche im Kleinsten wohnen und über sich hinaus auf Grösseres – auf die Welt schlechthin verweisen.